Bahnpostwagen

Bahnpostwagen

Mit der Gründung des Deutschen Reiches 1871 entstand auch wenig später die Reichspost. Nicht innerhalb dieser Reichspost arbeiteten Baden, Bayern und Württemberg. Im Auftrag der Reichspostverwaltung wurden ab 1884 bei den Preußischen Staatseisenbahnen, wie für die anderen Betriebsmittel auch, Normalien für Eisenbahn-Postwagen aufgestellt. Für die Beförderung von Briefen oder Paketen und vor allem deren postalische Bearbeitung während der Fahrt, entstanden je nach Bedarf verschieden große Bahnpostwagen. Sie pendelten auf festen Routen zwischen den Stationen und konnten somit dem Bedarf nach Umfang und Art der Postsendungen angepasst werden. Briefpostwagen, kombinierte Brief- und Paketpostwagen und die Postpackwagen entstanden und waren je nach Anforderung zwei-, drei- oder vierachsig für die verschiedenen Gewichte und Wagenlängen konstruiert. Anfänglich gabe es drei Wagengattungen:
1. Zweiachsige Bahnpostwagen - Gattung I, Kastenlänge 8,5 m
2. Dreiachsige Bahnpostwagen  - Gattung II, Kastenlänge 10 m
3. Vierachsige Bahnpostwagen  - Gattung III, Kastenlänge 12 m
innerhalb dieser Gattungen unterschied man Briefpostwagen durch den Zusatz "a". den Zusatz "b" erhielten die vereinigten Brief-und Paketpostwagen und schließlich gab es noch "c" für Paketpackwagen.

Später entstanden Wagen mit 17 m Kastenlänge, darunter dann auch solche in D-Zugwagenbauart mit Seitengang.


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