Abteilwagen

Abteilwagen als besondere Bauform der Reisezugwagen haben sich aus den Postkutschen entwickelt. Ein wesentliches Merkmal der Abteilwagen sind die Seitentüren zu den Abteilen. Die Trennung von eisernem Untergestell und aufgesetztem hölzernem Wagenkasten wurde erst in der Reichsbahnepoche nach 1926 aufgegeben. Ursprünglich als zweiachsige Fahrzeuge gebaut, haben sich dann auch drei- und vierachsige Grundformen herausgebildet. Bis 1928 gab es vier Wagenklassen, die auch in Kombinationen in einem Wagen vereinigt sein konnten. Ein weiteres Merkmal der preußischen Abteilwagen ist das Oberlichtdach, das aber vor allem dem Luftaustausch dienet und deshalb auch "Ventilationsdach" genannt wurde. Für die Handbremse erhielten die Wagen an einer Stirnwand ein erhöhtes Bremserhaus.
Die Abteilwagen der deutschen Länderbahnen waren sehr zahlreich und wurden nach 1945 als Umbauwagen der DB, bzw. Rekowagen der DDR-Reichsbahn mit vereinheitlichten Wagenkästen und angepassten Untergestellen modernisiert.