Preußische Tenderlokomotiven

Preußische Tenderlokomotiven

Die Tenderlokomotiven der Preussischen Staatseisenbahnen gliedern sich in zahlreiche Gattungen. Als gemwinsames Zeichen tragen sie den Buchstaben T. Die nachfolgenden ungeraden Nummern bezeichnen Nassdampflokomotiven. Heißdampf-Tenderlokomotiven werden mit geraden Nummern eingeordnet.


Gattung T 0

Henschel-Werkzeichnung für eine Tenderlok für Omnibuszüge. Gebaut für die Königliche Eisenbahn Direktion Hannover mit den Fabriknummern 1599 bis 1607 und 1611. Leider haben sich bisher keine weiteren Zeichnungen auffinden lassen.

Gattung T 3

Normal-Tenderlokomotiven mit drei Achsen, gebaut für die preussischen Staatseisenbahnen, aber auch an Privateisenbahnen und Industriebetriebe geliefert. Im Zeitraum der Lieferungen auch in zahlreiche Varianten gebaut. Musterzeichnungen und Werkzeichnungen liegen in großer Zahl vor. Die verfügbaren Dokumente findest du hier.

Gattung T 4

In der Gattung T 4 sind die frühen Bauarten der Personenzug-Tenderlokomotiven zusammengefasst, die durch zwei angetriebene Achsen und eine vordere oder hintere Laufachse gekennzeichnet sind. Dafür wurden mehrere Musterzeichnungen erstellt.
Blatt III 4 a - in den Normalien vin 1889/90, früher noch mit Blatt III 7 bezeichnet.
Blatt III 4 g - für Nebenbahnen in den Normalien von 1894 mit hinterer Laufachse.
Blatt III 4 h - für Hauptbahnen mit höherer Leistung und größeren Rädern.
Blatt III 4 m - mit vorderem Krauss´schem Drehgestell

Gattung T 5.1

Vierachsige Personenzug-Tenderlokomotive mit vorderer und hinterer Laufachse. In großer Stückzahl ausschließlich durch Henschel & Sohn gebaut. Verfügbar sind neben den Musterzeichnungen Blatt III 4 d und XI i 1-6 auch Werkzeichnungen von Henschel. Die Reichsbahn vergab den noch vorhandenen Lokomotiven die Betriebsnummern 71 001 - 71 026. Alle wurden aber bis 1930 ausgemustert.

Gattung T 5.2

Die Nassdampf-Tenderlokomotiven mit vorderem Drehgestell erhielten die Gattungsbezeichnung T 5.2. Dafür erstellte man 1900 das Musterblatt III 4 n. Henschel & Sohn lieferte mit den Fabriknummer 5414 und 5415 zwei Lokomotiven als Heißdampf-Tenderlokomotiven mit einem Rauchkammer-Überhitzer. Es liegen dafür Werkzeichnungen vor.

Gattung T 7

Die erste "Normal"-Tenderlokomotive für Hauptbahnen entstand 1883/84. Das Blatt III 5 wurde in der 2. Auflage in III 4 c umbenannt.

Gattung T8

Dreiachsige Heißdampf-Tenderlokomotiven für die Preußischen Staatseisenbahnen
Konstruiert von den Linke-Hofmann-Werken in Breslau und ebenfalls gebaut von Orenstein& Koppel und der HANOMAG

Gattung T 9.1

Das Musterblatt III 4 f it den Ansichten und die Musterzeichnungen auf den Blättern XI f 1 bis XI f 6a für die Details sind verfügbar. Darüber hinaus sind auch Original-Werkzeichnungen vom Henschel-Lokarchiv verfügbar.

Gattung T 9.3

Die Musterzeichnungen der Preußischen Staatseisenbahn eignen sich hervorragend für den Modellbau, wenn zu den Gesamtansichten auch die Detailblätter verfügbar sind. Für die Dampflokomotiven sind zu den Musterzeichnungen für die Ansichten Teilzeichnungen mit einzelnen Baugruppen verfügbar.
Zusätzlich sind Musterzeichnungen mit den Blattbezeichnungen VII 1 bis VII 46 aufgestellt worden. Auf diesen Blättern sind solche Teile dargestellt, die für mehrere Lokomotivgattungen anzuwenden sind.

Gattung T 11

Von der Union Gießerei in Königsberg konstruiert, wurde für die Lokgattung das Musterblatt III 4 o erstellt. Für die Baugruppen sind die Blätter XI o 1 bis XI o 11 verfügbar. Die Reichsbahn ordente diese Lokomotiven als Baureihe 74 001 - 74 358 ein.

Gattung T 12

Für diese Lokomotivgattung liegen preußische Musterzeichnungen vor. Zu den Ansichten auf den Blättern XIV 4 a 1 und 2 sind die Blätter XIX a 1 bis 10 mit den einzelnen Baugruppen verfügbar.

Gattung T 13, später Reichsbahn Baureihe 92.5-10

Vierachsige Güterzug-Nassdampf-Tenderlokomotive, ebenfalls in diese Gattung sind die T 13 der Bauart Hagans eingeordnet.

Gattung T 14 später Baureihe 93 der D.R.G.

In dieser Kategorie ist zunächst ein Einzelgänger von Henschel & Sohn aus dem Jahr 1913 integriert. Diese dreizylindige Personenzug-Tenderlokomotive war für den Berliner Ring- und Vorortverkehr gedacht.
Als erste Heißdampf-Tenderlokomotive sollte diese Lokgattung auf dem Musterblatt XIV 4 gezeichnet werden. Das erfolgte aber nicht. Die Mängel dieser Bauart wurden durch eine überarbeitete Konstruktion als  T 14.1 ab 1918 beseitigt. Für diese Baurt wurden ab 1920 die Musterblätter XIV 4 e 1 u. 2 für die Ansichten und die Blätter XIX e 1 ... XIX e 10 aufgestellt. Im Henschel-Lokarchiv existiert ein Bestand von 240 Originalzeichnungen der UNION-Gießerei Königsberg. Dieser ist verfügbar.

Gattung T 16 später BR 94.2-4 der DRG

Die erste fünfachsige Heißdampf-Güterzug-Tenderlokomotive mit allen Achsen in einem Rahmen. Die Musterzeichnungen sind auf den Blättern XIV 4 c 1 u. 2 mit den Ansichten und auf den Blättern XIX c 1 bis 10 verfügbar.

Gattung T 16.1 später BR 94.5-17 der DRG

Schwere Zweizylinder Heissdampf-Tenderlokomotive der Preussischen Staatseisenbahnen.
Konstruiert und geliefert von der Berliner Maschinenbau Aktiengesellschaft, vorm. L. Schwartzkopff. Auch andere Lokfabriken haben diese Konstruktion gebaut. Im Henschel-Lokarchiv liegt ein Zeichenbestand originaler Werkzeichnungen mit etwa 370 Blatt.

K.P.E.V. Personenzug-Tenderlokomotive pr. T18

Musterblätter, 446 Lokomotivzeichnungen und Lokfotos  zeigen die Konstruktion der VULCAN-Werft in Stettin.

Gattung T 20 später BR 95.0 der DRG

Schwere 1´E 1´- h2 Tenderlokomotive für die Preussischen Staatseisenbahnen.
Konstruiert und geliefert von Borsig in Berlin und auch bei HANOMAG gebaut. Hierfür wurden keine Musterzeichnungen aufgestellt. Auch in die Dienstvorschrift DV 930 - Beschreibungen - ist diese Reichsbahnlok Baureihe 95.0 nicht enthalten. Verfügbar ist ein BORSIG-Zeichnungssatz im Henschel-Lokarchiv.

Gattung T 26 später BR 97.0 der DRG

Normalspurige Zahnrad-Personenzug-Tenderlokomotive der preußischen Staatseisenbahnen. Vorhandene Musterzeichnungen auf den Blättern III 4 r für die Ansichjten und XI r 1 bis XI r 10 für einzelne Baugruppen.