Schneepflüge und Schneeschleudern

Schneepflüge und Schneeschleudern

Die Beseitigung von Schnee aus den Gleisen erforderte spezielle Technik. Bei geringeren Schneehöhen und lockerem Schnee genügen Schneepflüge.
Bei größeren Schneehöhen als etwa 1,5 m  wurde es notwendig, die Schneemassen fortzuschleudern. Dazu gab es die Dampfschneeschleudern.


Schneepflüge

Die Beseitigung von Schnee aus den Gleisen erfordert spezielle Technik. Bei geringeren Schneehöhen und lockerem Schnee genügen Schneepflüge. Schiebeschilde vor Lokomotiven oder größere vor ausgemusterten Tendern montierte Räumschilde waren ausreichend. Der österreichische Konstrukteur Rudolf Klima ließ sich Schneepflüge mit beweglichen Räumschilden patentieren. Solche Klima-Schneepflüge als Vorbauaggregate an Lokomotiven oder Umbauten von Lokomotivtender gibt es bis heute.

Schneeschleudermaschinen

Die Lokomotivfabrik Henschel & Sohn in Kassel begann bereits 1891 mit dem Bau von Schneeschleudermaschinen. Als erstes Exemplar entstand mit der Fabriknummer 3352 eine dreiachsige Maschine für die Königliche Eisenbahn-Direktion Hannover. Sie war noch 1939 im Bestand der Eisenbahn und gehörte zur Reichsbahndirektion Stettin. Dort war sie mit einem Tender 3T16,5 gekuppelt und trug die Betriebsnummer 705301.
Auch die nachfolgenden Maschinen ab 1896 für die Gotthardbahn, die BLS, nach Anatolien, Österreich und Bulgarien hatten die liegende Zwillingsdampfmaschine und den Antrieb der Schleuderradwelle über ein Kegelradgetriebe. Damit die Schneeschleudern auch Nebenstrecken mit geringerer Achslast befahren konnten, erhielten sie fünf- später sechsachsige Fahrwerke.
Etwa um 1930 wurden stehende Schnellläufer-Schiffsdampfmaschinen der Firma Schichau eingebaut, Das waren Vierzylindermaschinen mit einfacher Dampfdehnung. In dieser Ausführung lieferte Henschel bis 1943 eine größere Anzahl.