Die Einheitslokomotiven der Reichsbahn

Die Einheitslokomotiven der Reichsbahn

Mit der Gründung der Deutschen Reichsbahn 1920 wurden die Lokomotivbauarten nicht mehr nur in den Gebieten der ehemaligen Länderbahnen eingesetzt. Die Stationierung in den Betriebswerken und die Zuordnung zu den Ausbesserungswerken erstreckte sich über das gesamte Reichsgebiet. Das ergab Vorteile für die Zugförderung aber auch erhebliche Nachteile für die Pflege und Unterhaltung in den Dienststellen. Dieser Umstand und die Notwendigkeit Ersatzlieferungen zu beschaffen, gab die Anforderung neue Konstruktionen zu entwickeln. Schon seit Jahren bestand eine Zusammenarbeit der Länderbahnen im preußischen Lokausschuss. Erfahrungen aus dem Betrieb und Ergebnisse neuester technischer Entwicklung wurden untereinander diskutiert. So gabe es dann auch schon Lokomotivbauarten, die nicht nur durch diese gemeinsame Arbeit entstanden, sondern auch von mehreren Länderbahnen beschafft wurden. Damit war es eine logische Folge, dass daraus weitere Baureihen entstehen sollten. Gleichzeitig aber entstanden auch Forderungen nach tiefergehenden Gemeinsamkeiten. Zum einen sollten möglichst viele Baugruppen und Bauteile so konstruiert werden, dass sie bei mehreren Lokomotivgattungen verwendbar waren, zum anderen sollten dann diese Teile mit Toleranzen so hergestellt werden, dass sie auch untereinander ohne Anpassungsarbeiten eingebaut werden konnten.

Das Reichsbahn-Zentralamt für Maschinenbau in Berlin legte den Werdegang dieser Entwicklung in einer Broschüre dar. Die Verfasser, R.P. Wagner und Fr. Witte, zeigen darin den Weg zu den Einheits-Dampflokomotiven auf. Zum Nachlesen lässt sich diese Broschüre hier als pdf-Datei kostenlos herunterladen. Einheitsbauarten_1.pdf